Geschichte

Der sgf Bern wurde 1891 als Sektion des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins gegründet.
Eine wichtige Rolle dabei spielte Bertha Trüssel. Sie errichtete am Fischerweg 3 im Berner Länggasse-Quartier eine Schule für Hauswirtschaft. Im Lauf der Zeit wurde die Liegenschaft verschiedentlich umgenutzt: Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich darin eine Dienstbotenschule und später ein Seminar für Haushaltungslehrerinnen. Nach 1950 nutzte man das Haus als Schule für Hauspflege, was mit der Gründung der Hauspflege Bern verbunden war, an welcher sich der sgf Bern massgeblich beteiligte. Aus der Hauspflege Bern wurde später der Spitex Verein der Stadt Bern.

1956 dehnte der sgf Bern sein Engagement aus: In der vereinseigenen Liegenschaft an der Zähringerstrasse 13 bis 15 gründete er eine Alterssiedlung für Personen, die finanziell schlechter gestellt sind. Ab 1960 folgte die Mitwirkung bei weiteren Wohnprojekten für Seniorinnen und Senioren, darunter die Mehrheitsbeteiligung an der Greyerz AG sowie die Beteiligung an der Egelmoos AG.

Zur Unterstützung von Familien und berufstätigen Frauen übernahm der sgf Bern 1999 eine Kindertagesstätte. Dieses zeitgemässe und zukunftsorientierte Angebot stösst auf grosse Nachfrage: Inzwischen betreibt der sgf Bern zehn Kindertagesstätten.

Im Artikel "Gemeinnützige Arbeit im Wandel der Zeit" gibt Frau Silvia Bühler, Leiterin Archiv Gosteli-Stiftung, Einblick auf die bewegte Geschichte der Frauen und der Gemeinnützigen Arbeit.

Geschichte der Frauenbewegung und gemeinnütziger Arbeit

Am 4. Mai 1916 wurde unser Fräulein Bertha Trüssel, Präsidentin des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins, von der Zentralkommission der Nationalen Frauenspende geehrt. Berta Trüssel hat vor 100 Jahren ein Public Fundraising initiiert und durchgeführt - mit beeindruckendem Erfolg.

Literatur zum Thema